27.01.2011 Allgemein, Presse

“Schafft uns das Problem vom Tisch”

Leserbrief zum Artikel der Bergedorfer Zeitung v. 27. Januar 2011:
Kiel stimmt der Überflutung zu.
Nicht nur bei der Elbphilharmonie hat die Realisierungsgesellschaft (ReGe-Hamburg) ein schweres Los gezogen. Auch bei den Borghorster Elbwiesen lautet der Auftrag schon wieder: Unmöglich gibt es nicht. Findet Wege und schafft uns das Problem vom Tisch.

So geschehen bei der Findung einer Ausgleichsfläche für die gescheiterte Planung in der Haseldorfer Marsch.

Das Unwort des Jahres passt hier wie angegossen; man bestellt in der eigenen Behörde ein Gutachten, das die Alternativlosigkeit beweist.

Anschließend wird eine mächtige Planung in Auftrag gegeben und abschließend nach Kiel zur Absegnung geschickt. Die Kieler Behörde vertieft sich 18 Wochen in die gelieferten Hamburger Unterlagen, liest Korrektur, findet alles, was zum Kippen der Planung führen könnte und lässt dann von der ReGe die Mängel beseitigen.

Als krönenden Abschluss und als Dank für die Hilfe der Korrekturlesung verlangt das Kieler Ministerium, dass wenigstens der betroffene Bürger sich an noch zu benennender Stelle beschweren kann.

Nun bleibt der ReGe nur noch die Realisierung zu stemmen. Unter Einsatz von viel Technik und Unsummen von Steuergeldern soll die Natur bezwungen werden.

Ich kann da nur “das Wort” sowie “das Unwort” des Jahres 2010 durchschimmern sehen: “Bürgerwut” und “alternativlos”.

JJ

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